Chalandamarz

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Chalandamarz ist ein Engadiner Volksfest, welches jedes Jahr am ersten März statt findet. Der Brauch soll dazu dienen die Geister des Winters zu vertreiben und den Frühling zu erwecken (auch wenn das meist nicht funktioniert). Der Umzug wird von den Kindern geführt, welche ein paar Wochen vorher die traditionellen Rätoromanischen Lieder lernen. Zwischen Eis und Schnee singen sie dann vor den Privathäusern und Gemeinschaftsgrundstücken. Als Belohnung bekommen sie Süssigkeiten wie leckere Schweizer Schokolade und die Buben dürfen nach jedem Lied ganz Laut mit ihren Kuhglocken läuten. Der Umzug ist jedoch nicht nur verlockend für die Ohren, sondern auch für das Visuelle. Die Dörfer sind von Engadinertrachten, “Kuttle” und den bunten Seidenpapierblumen gefüllt, welches die Strassen zu einem wunderschönen und farbigen Spektakel macht.

Chalandamarz ist eines der Hauptthemen in dem “Schellenursli”-Buch, denn es ist die kleine Kuhglocke von Ursli, welche ihn dazu anstosst die abenteuerliche Reise auf die verschneiten Berge zu machen um die riesige Glocke in Maiensäss zu ergattern. Es ist daher spannend wie die Tradition von damals in 1945 auch noch heute mit Freude und Enthusiasmus angegangen wird. Dies unterstützt daher die These, dass “Schellenursli” auch als Träger der Kultur stehen kann, denn in diesem Fall ist diese Tradition eine alljährliche Aktivität.

Chalandamarz

Chaland d’a vril

laschai las vachas our d’ouvil

Las vachas van culs v’dels

e las nuorsas culs agnels

Las chavras culs usöls

e las gialinas fan ils öfs

La neiv schmarschescha

e l’erba  crescha

 scha’ns dais qualchossa

schi dieu as benedescha

 scha nu dais ingoutta

schi’ il’uff a’s sbluotta!

http://edgarwerner.com/chalandamarz.htm